Hochleistungsöle im Vergleich zu herkömmlichen Ölen

Hochleistungsöle im Vergleich zu herkömmlichen Ölen

Motorenöl ist nicht gleich Motorenöl


Der Motor Ihres Fahrzeugs ist eine komplexe Maschine: Hunderte von beweglichen Teilen arbeiten unter hohen Belastungen einem breiten Temperaturbereich. Das Motorenöl muss auf diese Betriebsbedingungen ausgelegt sein, um Ihren Motor gegen Verschleiß, Korrosion sowie vor Verunreinigungen und Ablagerungen zu schützen.

Was zeichnet Hochleistungsöle aus?


Herkömmliches Öl entsteht aus Rohöl im Raffinerieprozess. Ein synthetisches Motorenöl wird im Labor hergestellt und ist ein Hochleistungsprodukt. Sie werden nicht nur raffiniert, sondern auch destilliert, geklärt und in die grundlegenden Moleküle aufgespalten. Diese werden dann neu zusammengesetzt und mit Additiven optimiert. Dieses Verfahren beseitigt nicht nur Verunreinigungen aus dem mineralischen Grundöl, sondern ermöglicht auch die Anpassung einzelner Moleküle im Öl an die Anforderungen moderner Motoren. Diese veränderten Molekülketten bieten mehr Schutz vor Verschließ und Schlammbildung. Sie sorgen für eine höhere Leistung und eine längere Lebensdauer des Motors.

Was sind die Vorteile von Hochleistungsölen?


Der Motor Ihres Fahrzeugs bleibt sauberer

Wenn Öl durch den Motor zirkuliert, nimmt es Schmutzpartikel auf, die bei herkömmlichen Ölen zu Ablagerungen und Schlammbildung führen. Das senkt die Effizienz und Lebensdauer des Motors. Hochleistungsmotorenöle verhindern die Ablagerungen durch ein besseres Schmutztragevermögen.
Besserer Verschleißschutz des Motors

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Motorenteile sind in ständigem Kontakt und arbeiten unter hohen Temperaturen und Drehzahlen. Das Motorenöl muss einen schützenden Schmierfilm zwischen den Bauteilen bilden. Wenn Öle abbauen, reißt der Schmierfilm und Verschleißschutz verringert sich. Bei Hochleistungsölen ist der Schmierfilm optimiert: Sie haben eine hohe Temperaturbeständigkeit, schützen länger vor Verschleiß und können so die Lebensdauer des Motors erhöhen.

Bessere Fließfähigkeit bei niedrigen Temperaturen

Bei einem geparkten Auto fließt das Öl nach einer Weile zurück in die Ölwanne. Von dort aus wird es beim Motorenstart schnellstmöglich durch wichtige Bauteile gepumpt, um sie vor Reibung zu schützen. Bei herkömmlichen Ölen dauert das viel länger als bei Hochleistungsölen.

In kalter Umgebung dauert dieser Vorgang nochmals länger. Hochleistungsöle mit niedriger Viskosität sind darauf ausgelegt, bei Kälte schneller zu fließen und schützen so den Motor schon beim Start.

Besserer Schutz bei hohen Temperaturen

Motoren werden während des Betriebs extrem heiß. Mit der Zeit können diese hohen Temperaturen zu einem Abbau oder Verdampfen von herkömmlichen Motorenölen führen, wodurch der Motor nicht mehr ausreichend vor Verschleiß geschützt ist. Hochleistungsmotorenöle sind darauf ausgelegt, diesen hohen Temperaturen zu widerstehen.

Schutz wichtiger Teile des Turboladers

Fahrzeughersteller produzieren zunehmend Autos mit kleineren Motoren und geringere Kraftstoffverbrauch. Damit die Fahrzeuge eine gleiche oder höhere Leistung haben, werden die Motoren mit Turboladern ausgestattet. Das erhöht die Anforderungen an das Motorenöl. Die Welle in einem Turbolader kann bis zu 200.000 Umdrehungen pro Minute erreichen. Deshalb muss das Motorenöl sie sehr schnell erreichen, damit sie ausreichend geschmiert ist.

Herkömmliche Öle können unter diesen Bedingungen schneller abbauen und Ablagerungen hinterlassen, was zu einer Fehlfunktion des Turboladers führt. Hochleistungsöle können diese Bauteile viel besser schützen als herkömmliche Öle. Sie ermöglichen deren Betrieb auch unter maximalen Beanspruchungen und erhöhen so die Leistungsfähigkeit des Motors.